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Sommeranlass mit PartnerIn: Besuch bei der Brauerei Rosengarten AG in Einsiedeln

Die Geschichte der Brauerei Rosengarten geht über 100 Jahre zurück. Sie ist die einzige von den damals 11 erwähnten Brauereien im Kanton Schwyz, welche die wirtschaftlich bewegten Zeiten erfolgreich überstanden hat.

Am Mittwoch, 26. Juni 2024 durften unser Präsident, Stephan Grau, und der Braumeister, Eigentümer und IFU-Mitglied Alois Gmür die Teilnehmenden anlässlich des traditionellen IFU Sommeranlasses in der

Brauerei Rosengarten AG in Einsiedeln

begrüssen.

In den kupfernen Sudkesseln der seit über 140 Jahren existierenden Brauerei, welche man bereits durch das Panorama-Fenster des Familienbetriebs bestaunen kann, wird das schweizweit bekannte Einsiedler Bier gebraut.

Die Wurzeln der Brauerei können aufgrund von Protokollen und Verträgen bis ins Jahr 1872 urkundlich nachverfolgt werden. Anfangs des 20. Jahrhunderts verkauft die Familie Birchler die Brauerei an Franz und Katharine Lindinger und wird ab 1927 von deren Erben als Kollektivgesellschaft weitergeführt.

1953 kam Alois Gmür nach Einsiedeln, um dort sein Brauhandwerk auszuüben. 1954 heiratete er Anna Marty, eine Enkelin von Franz Lindinger. Seither ist der Name Gmür mit der Brauerei Rosengarten verbunden.

Vor über 100 Jahren gab es noch elf Brauereien im Kanton Schwyz, jedoch nur die Einsiedler Brauerei Rosengarten AG hat sich als einzige Brauerei im Kanton Schwyz behaupten können und ihren Umsatz auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kontinuierlich gesteigert. Der Erfolg des bodenständigen Familienunternehmens komme nicht nur durch die Einführung neuer Bierspezialitäten, sondern vor allem vom Einsatz neuester Technologien, erzählt Braumeister Alois Gmür mit Stolz. Er führt die Brauerei in der 4. Generation der Familie.

Die Brauerei Rosengarten AG hält von den aktuell 1157 in der Schweiz registrierten Brauereien einen Marktanteil von 0.5 Prozent. Nebst den grossen Playern im Schweizer Biermarkt wie Feldschlösschen (seit 2000 im Besitz der dänischen Carlsberg) mit einem Marktanteil von ca. 40 Prozent, Heineken (seit 1984 in der Schweiz präsent) mit einem Marktanteil von ca. 20 Prozent und der Appenzeller Brauerei Locher mit ca. 15 Prozent Marktanteil gibt es viele kleinere Betriebe und Mini-Brauereien im Hobbybetrieb.

Doch wie viel Bier wird in der Schweiz überhaupt getrunken? Das im vergangenen Herbst zu Ende gegangene Braujahr 2023 brachte es auf 457 Millionen Liter– oder gut 50 Liter pro Kopf. Damit liegt die Schweiz international eher im hinteren Drittel. Am meisten trinken die Tschechen mit 129 Litern Bier pro Kopf und Jahr. Am beliebtesten ist trotz der Vielfalt an Spezialitätenbieren immer noch das helle Lager.

Die Brauerei Rosengarten AG zeichnet sich aus durch den schweizweit grössten Spezialitätenbier-Anteil: dazu gehört das beliebte, im Jahr 1980 lancierte Maisgold – das erste Maisbier in der Schweiz. Über die Jahre wurden zum Teil aus Kundenanfragen Spezialbiere wie z.B. das Dinkel, das naturtrübe Alpenbier, das erste Heubier, das Schwyzer Bock oder das Einsiedler Weizen entwickelt. Wer jedoch denkt, dass die Brauerei Rosengarten AG «nur» Bier braut, liegt nicht ganz richtig – die Brauerei ist auch Getränkelieferant und beliefert Gastronomie, den Detailhandel, Privatkunden sowie Festanlässe. Ein Partyservice gehört ebenfalls zu den Dienstleistungen der Brauerei.

Zur Brauerei Rosengarten AG gehört auch das eigene Brauerei-Restaurant. Bei herrlichem Wetter durften die Teilnehmenden auf der Terrasse ein kühles Bier geniessen, bevor es kulinarisch passend zum Bier mit dem Abendessen mit heissem Beinschinken und Kartoffelsalat weiter ging. Die nach Hausrezept hergestellte Biercrème und die Einsiedler Spezialität «Schafböcke» machten den krönenden Abschluss des gemütlichen Sommeranlasses.

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